Notlichtinstallation: Was muss beachtet werden?

In kritischen Situationen kann ein einwandfrei funktionierendes Notlicht den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten. Wir haben eine Reihe an Notlicht-Produkten in unserem Portfolio, die eine zuverlässige Fluchtwegbeleuchtung garantieren. Eine komplette Notlicht-Installation zu planen, muss nicht schwer sein. Hier eine übersichtliche Schritt-für-Schritt-Anleitung:

Notlicht Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Brandschutzzonen und Fluchtwege auf feuertechnischen Zeichnungen finden.
  2. Lebenswichtige Bereiche im Projekt finden, denn Notlicht zu planen bedeutet nicht nur, den Nutzern die Fluchtwege auf zu zeigen. Licht muss sorgfältig platziert werden, um eine ausreichende Beleuchtung passend zu den verschiedenen Bereichen der Räumlichkeiten zu bieten und die aktuellen Normen zu erfüllen. Eine Fluchtwegleuchte sollte normalerweise in diesen Bereichen zu finden sein: Ausgangstüren und Fluchtwege, Gefahrenzonen, Richtungsänderungen, Treppen, Änderungen in Stockwerken und Stufen, Abzweigungen in Fluren, Brandbekämpfungszubehör, Ausgangstür, Anti-Panik-Bereich.

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    Notlicht: Abzudeckende Bereiche
  3. Über das richtige Produkt entscheiden (zentral, stand alone, integriert, selbsttestend, adressierbar).
  4. Beleuchtung planen. Für Fluchtwege bis zu 2m Breite sollte die horizontale Beleuchtung auf dem Flur nicht weniger als 1 lux auf der Mittellinie des Fluchtwegs betragen, und ausserhalb der Mittellinie des Fluchtwegs sollte die Beleuchtung mind. 50% der geringsten Stärke auf der Mittellinie sein. Das Verhältnis zwischen minimaler und maximaler Beleuchtung sollte 40:1 nicht übersteigen. Vorschriften empfehlen die Erbringung einer horizontalen Beleuchtung auf der Mittellinie des Flurbodens eines definierten Fluchtweges (permanent unversperrt) mit nicht weniger als 1 lux. Für Fluchtwege mit mehr als 2m Breite sollten 50% der Wegbreite mit mind. 0,5 lux beleuchtet sein. Für Antipanik-Bereiche ist eine Mindestbeleuchtung von 0,5 lux gefordert, bis auf eine 0,5m Randzone des Bereichs. Breitere Fluchtwege können als mehrere 2m breite Bänder betrachtet werden. Der tatsächliche Grad einer Beleuchtung sollte eng im Bezug zur Natur der Räumlichkeiten und seiner Nutzer stehen.

Aktuelle Standards für Notlicht

Die Installation von Notbeleuchtung und Rettungswegzeichen in Gebäuden muss verschiedene Vorschriften erfüllen und dem Eigentümer zusagen. Diese aktuellen Gesetzesanforderungen müssen erfüllt sein:

NATIONALE/EUROPÄISCHE STANDARDS

  1. EN 1838:2012 / BS 5266-7:1999 (dient als Hilfestellung für die Planung, Errichtung, Prüfung und Wartung einer Sicherheitsbeleuchtung und von nachleuchtenden Orientierungshilfen gemäß den Anforderungen des Arbeitnehmerschutzes, im Speziellen den Bestimmungen der Arbeitsstättenverordnung)
  2. EN 50171:2001 ZENTRALE STROMVERSORGUNGSSYSTEME (das Dokument legt die allgemeinen Anforderungen an zentrale Stromversorgungssysteme für eine unabhängige Energieversorgung von notwendigen Sicherheitseinrichtungen fest. Es umfasst Systeme, die ständig an Wechselspannungen bis 1000 V angeschlossen sind und die Batterien als alternative. Stromquelle verwenden
  3. EN 50172:2004 / BS 5266-8:2004 NOTBELEUCHTUNGSSYSTEME (diese Europäische Norm legt die Kennzeichnung von Rettungswegen und die Anforderungen der Beleuchtung an Rettungswege bei Störung der allgemeinen Stromversorgung sowie die Mindestanforderung einer solchen Sicherheitsbeleuchtung je nach Größe, Art und Nutzung der baulichen Anlage fest. Diese Norm betrifft die Festlegung einer elektrischen Sicherheitsbeleuchtung an allen Arbeitsplätzen und anderen baulichen Anlagen für Menschenansammlungen.
  4. EN 60598-2-22:1999 NOTBELEUCHTUNG (EMERGENCY LUMINAIRES) + EN 50091-1-1
    (UPS) (diese EN legt Anforderungen an Leuchten für Notbeleuchtungen mit elektrischen Lichtquellen fest, die an Notstromversorgungen bis 1 000 V betrieben werden. Die Gesundheits- und Sicherheitsbestimmtungen (Safety Signs and Signals) von 1996 sagen aus, dass an Ausgängen,und Orten, wo Fluchtwege unklar sein könnten, Zeichen installiert werden müssen, die Unsicherheiten reduzieren. Lokale Behörden und Brandschutzbeauftragte werden Präferenzen in Bezug auf Anforderungen an Beschilderung und Beleuchtung haben, so dass es ratsam ist, sich ihre Ansichten anzuhören.

 

 

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