Lichtdesign: diese Begriffe solltet Ihr kennen

Beim Lichtdesign geht es vor allem darum, ein optimal auf die jeweilige Umgebung abgestimmtes Licht zu installieren, in dem sich die Menschen wohlfühlen und ihrer jeweiligen Tätigkeit möglichst produktiv nachkommen können. Darüber hinaus müssen natürlich auch ästhetische und architektonische Besonderheiten bestmöglich berücksichtigt werden.

Ihr wollt noch ein bisschen tiefer in das Thema „Lichtdesign“ einsteigen? Folgende Tabelle zeigt Euch, welche Begriffe für das Lichtdesign von Bedeutung sind:

Größe/Begriff Symbol Einheit Formel Erläuterung
Lichtstrom

φ

Lumen
(lm)
Lumen gibt die gesamte Lichtmenge eines Leuchtmittels an, definiert als Lichtmenge,
gemessen an der Lichtempfindlichkeitskurve des Auges.
Lichtstärke

I

Candela
(cd)
I = φ/ω Lichtstärke bezeichnet die Intensität des Lichts in einer bestimmten Richtung, definiert
als Lumen pro Raumwinkel.
Beleuchtungsstärke

E

Lux (lx) E = φ/A Die Beleuchtungsstärke wird als der Lumenwert definiert, der eine Fläche A per m²
trifft.
Leuchtdichte

L

(cd/ m²) L = I/A
(L=I/A cosφ)
Leuchtdichte wird als die Lichtmenge definiert, die von einem Punkt oder einer Fläche
in eine bestimmte Richtung reflektiert wird.
Leuchtdichteunterschied Gibt den Übergang zwischen Licht und Dunkelheit an. Starke Unterschiede wirken in
einer konzentrierten Arbeitsumgebung störend.
Farbtemperatur Kelvin (K) CIE 17.4 Farbtemperatur beschreibt den Farbeindruck des Lichts, angegeben als warmes oder
kaltes Licht < 4000K = warmes Lichts, > 4000K = kaltes Licht. Farbtemperatur wird
als die Farbe definiert, die ein schwarzes Objekt bei einer angegebenen Temperatur
erhält.
Farbwiedergabe

Ra

Ra-index CIE 17.4 Farbwiedergabe misst die Fähigkeit eines Leuchtmittels, Farben von 0 – 100 korrekt
wiederzugeben. Acht Farben werden mit einem im Voraus definierten Leuchtmittel
kontrolliert.
Lichtausbeute

H

Lm/W Η = φ/P Die Lichtausbeute eines Leuchtmittels wird als Lumenwert des Leuchtmittels pro
verbrauchtem Effekt des Leuchtmittels definiert. Wird der Verbrauch der übrigen
Komponenten in der Leuchte mitgerechnet (Vorschaltgerät, Notbeleuchtung usw.)
nennen wir das die „Lichtausbeute des Systems“.
Verteilung Emin / Emid
Lmin / Lmid
Das Verhältnis zwischen dem niedrigsten Wert und dem Mittelwert. Gilt für
Beleuchtungsstärke und Leuchtdichte.
Blendung CIE-31 Unangenehme Sichtverhältnisse, die die Fähigkeit herabsetzt, Einzelheiten
zu erkennen. Wird normalerweise in unbehagliche Blendung (UGR/NB) und
sehfähigkeitsbeeinträchtigende Blendung (TI/GR) aufgeteilt.
Abschirmungswinkel Der Winkel zwischen einer horizontalen Achse durch die Leuchte und der Sichtlinie,
wenn das Leuchtmittel sichtbar wird.
Leuchtenwirkungsgrad

η

% Der Wirkungsgrad der Leuchte ist eine Prozentangabe für den Lichtanteil, der aus der
Leuchte entweicht. Der Leuchtenwirkungsgrad wird bei 25º C gemessen und mit dem
Leuchtkörper verglichen, der auch bei 25º C gemessen wird.
Reflexionsfaktor

ρ

% φind / φud Ein Prozentangabe davon, wie viel Licht von einer Fläche reflektiert wird.
Spiegelnde Fläche
Fläche mit gemischter
Reflexion
Diffuse Fläche
Eine Spiegelnde Oberfläche reflektiert das Licht im entgegengesetzten Winkel.
Eine Fläche mit gemischter Reflexion reflektiert das Licht auf die gleiche Art wie die
spiegelnde, jedoch wird ein Teil des Lichts auch in anderen Winkeln reflektiert. Eine
diffuse Fläche hat eine reflektierte Lichtstärke von höchstens 90º auf der Fläche, auf
der I = cosφ x Imaks ist.
Durchschnittliche
Lebensdauer
Stunden (h) Die durchschnittliche Lebensdauer wird als der Zeitpunkt definiert, zu dem 50 % der
Mehrzahl der Komponenten funktionstüchtig sind.
Servicelebensdauer Stunden (h) Servicelebensdauer ist der Zeitpunkt, an dem 80 % der Gesamtlichtmenge erhalten sind.
Wirtschaftliche
Lebensdauer
Stunden (h) Die ökonomische Lebensdauer wird als der Zeitpunkt definiert zu dem 70% der
Mehrzahl der Komponenten funktionstüchtig sind.

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