Lichtplanung in der Praxis: optimale Lernumgebungen schaffen

Um eine optimale Lernumgebung zu schaffen, stellen moderne Bildungseinrichtungen immer höhere Anforderungen an künstliche Beleuchtungssysteme. Das installierte Licht soll die Konzentration und das Wohlbefinden der Schüler fördern. Gleichzeitig müssen die Energiekosten im Blick behalten und situationsgerechte Lösungen für neue technische Hilfsmittel geschaffen werden. Das Raumkonzept des im Sommer 2013 eingeweihten Gymnasiums in Trudering erfüllt alle Anforderungen an eine moderne, zukunftsfähige Schule. Unsere installierten Leuchten sorgen für eine harmonische Ausleuchtung und sparen mit intelligenter Steuerungen viel Energie.

Das im Sommer 2013 eröffnete Gymnasium in Truderingen (München) verfolgt ein innovatives pädagogisches Konzept, das sich auch in der architektonischen Gestaltung der Räumlichkeiten widerspiegeln sollte. Die Architekten schufen ein modernes Raumgefüge mit zum Teil flexiblen Flurwänden, zwischen denen vielfältige Orte zum Lernen entstehen. Um jederzeit konzentriert und ausdauernd arbeiten zu können, benötigen Schüler neben einem durchdachten Raumkonzept auch ein optimal auf den Lernprozess zugeschnittenes Licht. Da das Klassenzimmer größtenteils für Schreib-und Lesetätigkeiten genutzt wird, musste das Beleuchtungskonzept harmonische Kontraste setzen und scharfe Schwankungen zwischen hellen und dunklen Bereichen vermeiden. Darüber hinaus sollte die Beleuchtung Teil des hochenergetischen Baukonzeptes werden. Die Lichtplaner entschieden sich für tageslicht- und anwesenheitsabhängige Steuerungen, die die Beleuchtung jederzeit ganz automatisch auf den vorgeschriebenen Wert von 300 Lux regeln.

Licht für’s Lernen

Hohe Anforderungen an das Beleuchtungssystem: Das Gymnasium in Truderingen (München)
Hohe Anforderungen an das Beleuchtungssystem: Das Gymnasium in Truderingen (München)

Ein professionelles Beleuchtungskonzept für Bildungseinrichtungen orientiert sich an der Norm EN 12464-1. Sie macht einen hohen Sehkomfort, eine gute Sehleistung und ausreichende Sicherheit zur Basis einer jeden Lichtplanung. Die Norm legt außerdem das Beleuchtungsniveau, die Minimierung von Blendungen und die Anforderungen an die Farbwiedergabe fest. Die Berechnungsfläche eines Tisches in einem Klassenzimmer sollte im Arbeitsbereich eine Beleuchtung von 300 oder 500 Lux aufweisen. Schultafeln und Weißwandtafeln sind ebenfalls als Arbeitsbereich definiert. Die Herausforderung besteht darin, die Größe des Arbeitsbereiches zu definieren. Um den vielseitigen Anforderungen gerecht zu werden, entschieden sich die zuständigen Planer nach entsprechender Bemusterung für Leuchten der Glamox C50-Serie und die Sonderleuchte COBO. Die über den Schülertischen in Reihe montierte C50-P ist eine schlanke Einzel-Pendelleuchte. Sie verfügt über ein einzigartiges Abhängesystem das auch bei schräger Pendelmontage der Leuchten genutzt werden kann. Indirektes Licht spendet die als Lichtbandleuchte montierte Anbauleuchte C50-SR. Durch ihre gradlinigen Formen fügen sich beide Modelle fließend in die klare Architektur der Klassenräume ein. In den Fluren spendet die C50-SR in Kombination mit der runden Sonderleuchte COBO ein helles Licht, das die Orientierung im Gebäude und die Trittsicherheit auf den Treppenstufen gewährleistet.

Konzept Mit Zukunft

glamox_trudering_licht_lernen2Mit dem Neubau des Gymnasiums wurde eine hochenergetische Bauweise umgesetzt. Neben der Installation einer Photovoltaikanlage auf den Dachflächen kommen bei der Versorgung mit Heizenergie erneuerbare Energien zum Einsatz. Zur Verbesserung der Luftqualität in den Klassenräumen wurde eine Lüftungsanlage installiert. In einer Schule können die Energiekosten der Beleuchtung bis zu 40% der Gesamtenergiekosten betragen. Hier kann bei guter Planung und Voraussicht eine große Einsparung erzielt werden. Im Gymnasium setzen die Planer auf eine tageslicht- und anwesenheitsabhängige Steuerung, die das Licht dimmt oder schaltet, wenn niemand im Raum präsent ist und die künstliche Beleuchtung anhand des einfallenden Tageslichts reguliert wird. Möglich wird dies durch moderne Dali-Multisensoren. Die beiden Multisensoren arbeiten im Master/Slave-Betrieb und regeln die Beleuchtung auf den laut EN 12464-1 vorgegeben Wert von 300 Lux. Das Einschalten der Beleuchtung erfolgt aufgrund energetischer Betrachtungen manuell. Die Beleuchtungsanlage regelt sich dann automatisch auf den voreingestellten Wert. Eine manuelle Änderung der Stellwerte kann nur temporär durch den Benutzer erfolgen und wird mit dem nächsten Einschaltvorgang aufgehoben. Die Abschaltung der Beleuchtung erfolgt entweder beim Erreichen eines Maximalwertes durch Tageslichteinfluss oder bei längerer Nichtnutzung der Räumlichkeiten. Durch das Dimmen und Schalten der Beleuchtung ergibt sich eine kürzere Betriebszeit und damit eine längere Lebensdauer der installierten Lampen und Elektronik. Damit wird die Beleuchtung ein wichtiger Teil des zukunftsfähigen Energiekonzeptes.

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