Die richtige Arbeitsplatzbeleuchtung: Worauf kommt es an?

Die Intensität und Farbe des Tageslichts verändert sich permanent und beeinflusst damit die körperliche und geistige Aktivität. Ein optimales Beleuchtungskonzept versucht diese Schwankungen auszugleichen. Dadurch reduziert sich das Risiko von gesundheitlichen Beschwerden, die Sicherheit wird verbessert und die Produktivität erhöht. Außerdem trägt das richtige Licht zu einem angenehmen und anregenden Arbeitsumfeld bei. Die Kunst unserer täglichen Arbeit besteht darin, den individuellen Benutzerwünschen und den lichttechnischen Gegebenheiten eines Arbeitsplatzes optimal gerecht zu werden.

Die Wirkung von Licht: nur „hell“ reicht nicht aus

Die europäische Richtlinie EN 12464-1 nennt insgesamt vier grundlegende Qualitätsparameter für die richtige Arbeitsplatzbeleuchtung in Innenräumen: die Minimierung von Blendung, ein stabiles Beleuchtungsniveau, Uniformität und eine möglichst natürliche Farbwiedergabe. Für die Erstellung eines individuellen Beleuchtungskonzeptes ist es daher wichtig, sich zunächst mit der grundlegenden Wahrnehmung von Licht zu beschäftigen.

Das unangenehme Gefühl einer Blendung entsteht, sobald die Helligkeit des Sichtfeldes beträchtlich höher ist als die, an die sich das Auge zuvor angepasst hat. Infolge der begrenzten Adaptionsfähigkeit des Auges können diese abrupten Helligkeitsänderungen zu verminderter visueller Leistung und sogar zu Stress führen. Ein Zustand der durch eine professionelle Lichtplanung dauerhaft vermieden werden kann.

Bei der optimalen Beleuchtung eines Arbeitsplatzes kommt es außerdem auf die Richtung des Lichteinfalls an. Indirektes Licht, das von Decke und Wänden reflektiert wird, wirkt schattenärmer und verstärkt die Helligkeitswahrnehmung. Direktes Licht wirkt dagegen klarer und erzeugt einen stärkeren dreidimensionalen Eindruck. Werden direktes und indirektes Licht kombiniert, kann eine gleichmäßige, sehr natürliche Ausleuchtung geschaffen werden.

Grundsätzlich wird empfohlen, dem Raum eine Grundbeleuchtung nach EN-Richtlinie zu geben und den einzelnen Arbeitsplatz mit einer dimmbaren Tischleuchte zu ergänzen. Die installierte Tischleuchte sollte ein möglichst breites Lichtfeld werfen. Dies kann zum Beispiel durch asymmetrisch fallendes Licht erreicht werden, das seitwärts auf die Arbeitsfläche gelenkt wird und so störende Reflexionen am Nutzer vorbei führt.

Auch die Farbwiedergabe wirkt sich auf die Lichtstimmung eines Raumes aus. Sie bestimmt, wie gut die Originalfarben – betrachtet im Sonnenlicht des Hochsommers zur Mittagszeit – durch eine Kunstlichtquelle wiedergegeben werden. Je natürlicher ein Objekt scheint, desto „uninteressanter“ ist es, da der Betrachter mit einem Blick den Gegenstand erfasst, erkennt und als gesehen ablegt. Wenn aber eine deutliche Verfremdung stattfindet, muss der Betrachter erst überlegen, wie das Objekt in der Natur aussieht. Er „verschwendet“ also wertvolle Arbeitszeit für die Zuordnung.

Empfehlungen für eine optimale Arbeitsplatzbeleuchtung

Ort Lichtniveau EmpfohlenerLUX-Wert
Büro-Arbeitsplatz Hier ist konzentriertes und leistungsorientiertes Arbeiten gefordert, trotzdem sollte ein angenehmes Ambiente vorherrschen. 500
Gangbereich im Großraumbüro Eine schnelle Orientierung ist wichtig. Da der Flur auch als Kommunikationsplattform dient, sollte eine mittlere Beleuchtung gewählt werden. 300
Besprechungsraum Dieser Raum erfüllt mehrere Aufgaben: Kreativität und Konzentration sollten gefördert werden. Wichtig ist, dass Mimik und Gestik gut zu erkennen sind. 500
Meet + Eat Dieser Bereich ist für Begegnungen und einen Informationsaustausch vorgesehen. Daher sollte eine offene, helle Atmosphäre geschaffen werden. 200 – 300

Mehr Informationen findet Ihr in unseren informativen Broschüren zum Thema „Arbeitsplatzbeleuchtung“ unter: http://glamox.com/de/download/broschuren-zu-leuchten-lichtplanung-lichtdesign-led

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