Beleuchtung von Schulen: Den Lehrer ins rechte Licht setzen

Lernen funktioniert am besten mit einem anwesenden Lehrer, denn visuelle Kommunikation wie Körpersprache und Gesichtsausdruck sind ein wichtiger Teil bei der Vermittlung einer Information. Neue Normen setzen dabei auch die Präsentationsbeleuchtung in den Fokus.

Mehr Licht in’s Gesicht!

Ins rechte Licht rücken
Visuelle Kommunikation: Gesicht modellieren

In 2011 wurde die Europäische Beleuchtungsnorm EN 12464-1 aktualisiert. Die Philosophie hinter den neuen Beleuchtungsanforderungsnormen ist der Wunsch nach besserer Ergonomie an Arbeitsplätzen durch höhere Beleuchtungsstärken an Wand und Decke durch verbesserte Konditionen für die visuelle Kommunikation. Heute ist die Situation in vielen Unterrichtsräumen leider so, dass der Lehrer zwischen der Tafelbeleuchtung und der Allgemeinbeleuchtung steht – oft also im dunkelsten Bereich des Raumes. Die beleuchtete Tafel bietet dann eine zu helle Hintergrundbeleuchtung und lässt den Lehrer “im Dunkeln stehen“. Mehr Licht auf das Gesicht des Lehrers zu lenken, hilft bei der Übermittlung der Information, auch für hörgeschädigte Personen. Dieses wird im Allgemeinen visuelle Kommunikation genannt: Visuelle Kommunikation ist das Zusammenspiel zwischen Menschen in Bezug auf Mimik und Körpersprache. Und diese setzt mehr vertikales Licht voraus, zum Beispiel mehr Licht in den Gesichtern.

Licht im Klassenraum muss auch einen modellierenden Effekt haben

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Beleuchtung in Schulen: Optimale Beleuchtung des Lehrers

Einfach nur viel Licht im Gesicht reicht jedoch nicht. Um Gesichtsausdrücke erkennen zu können, braucht man Licht, das nicht alle Details verwischt, sondern Schatten und Kontraste schafft. Dies ist das, was wir den modellierenden Effekt nennen. Er bezeichnet das Verhältnis zwischen Licht von allen Seiten (zylindrische Beleuchtungsstärke) und Licht, dass auf die Spitze des Kopfes trifft (horizontale Beleuchtungsstärke). Eine Standard-Beleuchtungslösung für Unterrichtsräume wird vermutlich nicht ausreichen, um diese Vorgaben einzuhalten. Um der neuen Norm zu entsprechen, wird in vielen Fällen eine Verbesserung der Arbeitsumgebung stattfinden, diese kann aber auch zu erhöhten Lampenwattage, mehr Leuchten und einer anderen Leuchtenanordnung führen. Daher ist es wichtig, dass Leuchtenhersteller, Anwender, Elektroberater und Bauherren in einen Dialog treten, um die Folgen der neuen Anforderungen zu verstehen.

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